Mittwoch, 5. März 2008
Wahrnehmungsprobleme durch RFID?
Ich frage mich wie man zu so einer Aussage kommen kann:
Leere Hallen, kaum Interessenten, gelangweilte Hostessen ... das sieht eher nach einem Mißerfolg auf ganzer Linie aus.
Und gerade die Metro AG hat mit ihrem FutureStore in Rheinberg mehr als windige Methoden angewandt und ist äußerst unfein mit Kritikern umgegangen.
Seitens des CeBIT-Veranstalters, der deutschen Messe AG, führte Reinhold Umminger an, dass sich der RFID-Ausstellungsbereich zu einem wahren Besuchermagneten entwickelt habe.
heise.de RFID-Lobby warnt vor gesetzlichen Regelungen zur Chip-Deaktivierung
Leere Hallen, kaum Interessenten, gelangweilte Hostessen ... das sieht eher nach einem Mißerfolg auf ganzer Linie aus.
Und gerade die Metro AG hat mit ihrem FutureStore in Rheinberg mehr als windige Methoden angewandt und ist äußerst unfein mit Kritikern umgegangen.
Freitag, 20. Juli 2007
RFID: Die Überwachung bei Kaufhaus bekommt neue Doom-Qualität
In der deutschen Pressemeldung von Metro hört es sich noch fast harmlos an:
Wenn man sich dazu aber eine Englische Meldung durchliest, bekommt das eine ganz andere Dimension:
Da die oben genannte 'Lebensmittel Zeitung' leider recht geizig mit ihren Texten ist, gibt es hier nur den Teaser:
Demnächst rennen mit RFID-Tags markierte Menschen durch Essen. Verfolgbar und nummeriert — und das alles Dank Metro und der ganzen RFID-Lobby.
Gut, dass es noch andere Klamottenshops gibt.
Aber leider ist ausweichen keine Lösung des Problems, die RFID-Seuche wird sich immer weiter ausbreiten, wenn man nichts dagegen unternimmt.
Die METRO Group treibt den Einsatz der Radiofrequenz-Identifikation (RFID) in den kommenden Monaten weiter voran. Bis Ende 2007 stattet der Konzern alle Metro Cash & Carry Großmärkte in Deutschland und mehr als 100 Real SB-Warenhäuser mit RFID-gestützten Wareneingangstoren aus.
METRO Group METRO Group weitet Einsatz von RFID aus
Wenn man sich dazu aber eine Englische Meldung durchliest, bekommt das eine ganz andere Dimension:
As reported by Lebensmittel Zeitung, Metro Group-owned department store operator Kaufhof in Germany is due to start testing RFID tags in the menswear department of its outlet in Essen in September this year.Und wenn man 'automated triggering of advertising spots' hat, möchte man natürlich wissen, ob und wie sich die Werbung auswirkt. Und natürlich auch, wer auf die Werbung anspricht. Die Kombination mit Kundendaten ist da wirklich nicht mehr weit entfernt ... wenn sie nicht sogar schon gemacht wird.
[...]
In addition, the RFID tags are to be used in in-store marketing, e.g. through the automated triggering of advertising spots inside changing rooms.
per Email
Da die oben genannte 'Lebensmittel Zeitung' leider recht geizig mit ihren Texten ist, gibt es hier nur den Teaser:
Kaufhof: Testet RFID bei TextilienDas bestätigt ziemlich genau die englische Meldung.
[IT + Logistik News: 19. Juli 2007]
Übersicht. Warenhausbetreiber setzt in Essener Filiale RFID ein. Herrenoberbekleidung mit Funk-Tags. Test der Kundenreaktionen und artikelgenauer Überblick über Bestände.
Lebensmittel Zeitung Meldungen
Demnächst rennen mit RFID-Tags markierte Menschen durch Essen. Verfolgbar und nummeriert — und das alles Dank Metro und der ganzen RFID-Lobby.
Gut, dass es noch andere Klamottenshops gibt.
Aber leider ist ausweichen keine Lösung des Problems, die RFID-Seuche wird sich immer weiter ausbreiten, wenn man nichts dagegen unternimmt.
Sonntag, 18. März 2007
RFID: mit Zynismus verkaufts sich besser
Zum großen IT-happening, CeBIT, fehlt leider auch der RFID-Chip nicht . Zum Glück lässt das Interesse, zumindestens auf der CeBIT, an den kleinen Schnüffelchips nach.
Leider haben aber noch nicht alle den Knall gehört, und versuchen RFIDs an den Menschen zu bringen.
Wenn man sich vorstellt, dass diese "unaufdringliche Unterstützung" im Grunde "Totale Überwachung" heisst, wird einem klar wohin es gehen soll.
Dann verwundert mich auch nicht, wie Dieter Rombach zu solch eine zynische Aussage kommt:
Ist auch echt unangenehm, wenn der Vater oder die Mutter unerwartet vor der Türe steht. Altes Pack soll schließlich da bleiben wo es hingehört: im Altersheim.
Leider haben aber noch nicht alle den Knall gehört, und versuchen RFIDs an den Menschen zu bringen.
Die Fraunhofer-Institute haben auf der diesjährigen CeBIT besonders ihre Arbeiten zum Thema Ambient Intelligence herausgestellt. Die "intelligente Umgebung" ermögliche die unaufdringliche Unterstützung des Menschen an jedem Ort, zu jeder Zeit und in jeder Situation. Schwerpunkt seien dabei Projekte zu Assisted Living wie digitale Einkaufs- oder Reiseassistenten und vor allem der auch auf der CeBIT gezeigte digitale Gesundheitsassistent, der das selbstbestimmte Leben durch Überwachung von Risikopatienten länger möglich machen und gleichzeitig Kosten im Gesundheitswesen senken soll.
Technology Review "...RFIDs unter den Teppich kleben..."
Wenn man sich vorstellt, dass diese "unaufdringliche Unterstützung" im Grunde "Totale Überwachung" heisst, wird einem klar wohin es gehen soll.
Dann verwundert mich auch nicht, wie Dieter Rombach zu solch eine zynische Aussage kommt:
TR: Die Kosten für solch eine Überwachung sind aber wahrscheinlich nicht unerheblich?Hey, die Söhne und Töchter haben ein schlechtes Gewissen, die kaufen bestimmt so ein RFID-Schrott.
Dieter Rombach: Die Frage ist, an wen verkauft man das? Verkauft man das an die ältere Person, oder an Sie, weil Sie ein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie Ihre Eltern nur dreimal im Jahr sehen. Die Ärzte sagen uns, dass es wahrscheinlich über diesen Weg leichter einführbar ist.
Technology Review "...RFIDs unter den Teppich kleben..."
Ist auch echt unangenehm, wenn der Vater oder die Mutter unerwartet vor der Türe steht. Altes Pack soll schließlich da bleiben wo es hingehört: im Altersheim.
Mittwoch, 20. Dezember 2006
Was ist das?

Geschrieben von Carsten Biebricher
in Skuriles
um
12:13
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Tags für diesen Artikel: überwachung, deutschland, kunden, merkel, metro, radiochips, rfid, skuriles, supermarkt
Mittwoch, 29. November 2006
Metro AG: Ein Konzern mit fragwürdigen Methoden
Metro AG
- Real
- Extra
- Media Markt
- Saturn
- Kaufhof
Die Metro AG steht u.A. maßgeblich hinter der Einführung der RFID (Radio Frequency Identification) Technologie. In der Logistik den Großhandels mag diese Technik noch halbwegs sinnvoll sein. Doch das Bestreben, die RFID-Technologie in den Einzelhandel zu bringen (siehe FutureStore in Rheinberg) ist sehr problematisch. Metro definiert die Vorteile des Schnüffelchips so:
Der Vorteil: Für die Übertragung in die Datenbanken ist weder Berührungs- noch Sichtkontakt nötig. Mithilfe der Radiofrequenz-Identifikation lässt sich beispielsweise jederzeit der aktuelle Lagerort einer bestimmten Warenlieferung automatisch ermitteln. In der Datenbank entsteht so eine Dokumentation über den Weg einer Lieferung oder eines Produkts entlang der Logistikkette.Das Produkt kann vom Regal des Geschäftes, wo es von dem Kunden in den Einkaufswagen gelegt wird, bis zur Kasse verfolgt werden. Durch die berührungs- und sichtkontaktlose Auslesemöglichkeit der Schnüffelchips, ist das ohne weiteres möglich.
RFID@METRO Basiswissen
An der Kasse werden die Produkte mit der Kunden-ID (Payback hat ca. 28 Millionen Kunden) verlinkt. So kann man sehen welche Wege die bestimmte Person im Geschäft zurückgelegt hat. Wenn man nach dem Bezahlen, höchst wahrscheinlich, keine Lust auf die aufwändige Prozedur des 'deaktivieren' (was nicht viel bringt, da die weltweit eindeutige ID immer noch auslesbar ist) der Schnüffelchips hat, trägt man ein oder zwei Einkaufstaschen mit sehr auskunftsfreudigen Produkten mit sich herum. Diese können mehr oder weniger von jedem ausgelesen werde, bestimmt aber von oben genannten Kaufhäusern. Viel gläserner kann man als Kunde fast nicht werden.
Jetzt zum ursprünglichen Titel des Artikels - die Metro AG stellt sich extrem quer was die Kritik an der Metro bzw. der RFID-Technologie angeht.
Nachweislich in zwei Fällen wird versucht die Berichterstattung der Medien einzuschränken. Gegen eine Sendung der ZDF-Reihe Frontal 21 "Der gläsener Bürger - Überwachung per Funkchip" wurde von der Metro AG über die Anwaltskanzlei Clifford Chance vorgegangen. Auch wurde versucht ein freie Journalistin des WDRs bei ihrem Arbeitgeber zu diskreditieren. Michael Thamm, der Leiter des WDR-Studios Bielefeld sagt dazu, dass diese Aktion ein Schlag unter die Gürtellinie sei und dass er in seiner Berufspraxis noch nie erlebt hätte, dass ein Konzern so konsequent und in schriftlicher Form gegen freie Journalisten vorgegangen sei.
Wer über die Schnüffelchips mehr lesen möchte findet auf den StopRFID-Seiten des FoeBuD e.V. interessante Artikel und auch ein ins Deutsche übersetzte Kapitel aus dem Buch von Katherine Albrecht und Liz McIntyre: "Spychips - How major corporations and government plan to track your every move with RFID".
Quellen
Der Journalist Unfeine Methoden von Christiane Schulzki-Haddouti (sehr lesenswert)
FoeBuD e.V. StopRFID
Wikipedia RFID
Geschrieben von Carsten Biebricher
in Technik
um
15:29
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