In der deutschen Pressemeldung von Metro hört es sich noch fast harmlos an:
Die METRO Group treibt den Einsatz der Radiofrequenz-Identifikation (RFID) in den kommenden Monaten weiter voran. Bis Ende 2007 stattet der Konzern alle Metro Cash & Carry Großmärkte in Deutschland und mehr als 100 Real SB-Warenhäuser mit RFID-gestützten Wareneingangstoren aus.
METRO Group METRO Group weitet Einsatz von RFID aus
Wenn man sich dazu aber eine Englische Meldung durchliest, bekommt das eine ganz andere Dimension:
As reported by Lebensmittel Zeitung, Metro Group-owned department store operator Kaufhof in Germany is due to start testing RFID tags in the menswear department of its outlet in Essen in September this year.
[...]
In addition, the RFID tags are to be used in in-store marketing, e.g. through the automated triggering of advertising spots inside changing rooms.
per Email
Und wenn man 'automated triggering of advertising spots' hat, möchte man natürlich wissen, ob und wie sich die Werbung auswirkt. Und natürlich auch, wer auf die Werbung anspricht. Die Kombination mit Kundendaten ist da wirklich nicht mehr weit entfernt ... wenn sie nicht sogar schon gemacht wird.
Da die oben genannte 'Lebensmittel Zeitung' leider recht geizig mit ihren Texten ist, gibt es hier nur den Teaser:
Kaufhof: Testet RFID bei Textilien
[IT + Logistik News: 19. Juli 2007]
Übersicht. Warenhausbetreiber setzt in Essener Filiale RFID ein. Herrenoberbekleidung mit Funk-Tags. Test der Kundenreaktionen und artikelgenauer Überblick über Bestände.
Lebensmittel Zeitung Meldungen
Das bestätigt ziemlich genau die englische Meldung.
Demnächst rennen mit RFID-Tags markierte Menschen durch Essen. Verfolgbar und nummeriert — und das alles Dank Metro und der ganzen RFID-Lobby.
Gut, dass es noch andere Klamottenshops gibt.
Aber leider ist ausweichen keine Lösung des Problems, die RFID-Seuche wird sich immer weiter ausbreiten, wenn man nichts dagegen unternimmt.