Mittwoch, 5. März 2008

Wahrnehmungsprobleme durch RFID?

Ich frage mich wie man zu so einer Aussage kommen kann:
Seitens des CeBIT-Veranstalters, der deutschen Messe AG, führte Reinhold Umminger an, dass sich der RFID-Ausstellungsbereich zu einem wahren Besuchermagneten entwickelt habe.

heise.de RFID-Lobby warnt vor gesetzlichen Regelungen zur Chip-Deaktivierung

Leere Hallen, kaum Interessenten, gelangweilte Hostessen ... das sieht eher nach einem Mißerfolg auf ganzer Linie aus.

Und gerade die Metro AG hat mit ihrem FutureStore in Rheinberg mehr als windige Methoden angewandt und ist äußerst unfein mit Kritikern umgegangen.
Geschrieben von Carsten Biebricher in Technik um 22:16
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Montag, 26. November 2007

Schnüffelchip in Kleidungsstücken auf Planetopia

Netter Beitrag auf Planetopia zu RFID Schnüffelchips in der Kleidung.
Kritiker sehen Orwellesche Horrorvisionen endgültig Wirklichkeit werdend: Der RFID-Chip kommt in zwei großen deutschen Kaufhäusern in die Herrenabteilungen.

Plantopia - Wenn das Jackett Geheimnisse verrät


Weiter Infos zum Schnüffelchip: FoeBuD
Geschrieben von Carsten Biebricher in Technik um 16:04
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Mittwoch, 17. Oktober 2007

Der elektronische Reisepass: Der lange Filz aus Begehrlichkeiten, politische Verstrickungen und Wirtschaftshilfe

Foto eines elektronischen ReisepassesFrisch nach dem letzten Podcast Chaosradio Express Der Elektronische Reisepass mit Tim Pritlove, Starbug und Constanze Kurz greift auch heise.de Aufgrund einer Pressemeldung des CCC das Thema auf.

Vom 1. November an starte ein "Risikoexperiment an der Bevölkerung", in dessen Rahmen allen reisewilligen Bürgern zwei Fingerabdrücke auf den Meldeämtern abgenommen würden. "Nach Beginn der Speicherung des digitalen Gesichtsbildes auf einem Funkchip vor zwei Jahren wird damit das Projekt biometrische Vollerfassung der Gesamtbevölkerung fortgesetzt", heißt es bei der Hackervereinigung.

[...]

Das Ausmaß der Gefahren für die Betroffenen durch biometrische Funkchips in Ausweisdokumenten hat für die Hacker der Präsident des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke, illustriert. Trotz aller Beteuerungen seiner "Experten", dass die biometrischen Daten "sicher" auf dem RFID-Tag seien, trage der Ermittlerchef seinen eigenen Reisepass in einer Abschirmhülle. Auch das Auswärtige Amt traue den Sicherheitsversprechungen des Bundesinnenministeriums nicht. Diplomatenpässe würden "wegen der besonderen Gefährdungslage" keine Funkchips enthalten.

heise.de CCC warnt vor Risiken und Nebenwirkungen des neuen Reisepasses


Ich empfehle: ganz gemütlich den Podcast anhören (ideal für den MP3-Player für Unterwegs) und dann sich die Pressemeldung durchlesen. So ist man auf dem neusten Stand der Technik und kann locker bei dem Thema mitreden.

Von dieser Stelle mal ein großes Danke an das Chaosradio — eines der besten Podcasts die ich kenne.
Geschrieben von Carsten Biebricher in Sicherheit um 13:32
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Freitag, 20. Juli 2007

RFID: Die Überwachung bei Kaufhaus bekommt neue Doom-Qualität

In der deutschen Pressemeldung von Metro hört es sich noch fast harmlos an:
Die METRO Group treibt den Einsatz der Radiofrequenz-Identifikation (RFID) in den kommenden Monaten weiter voran. Bis Ende 2007 stattet der Konzern alle Metro Cash & Carry Großmärkte in Deutschland und mehr als 100 Real SB-Warenhäuser mit RFID-gestützten Wareneingangstoren aus.

METRO Group METRO Group weitet Einsatz von RFID aus

Wenn man sich dazu aber eine Englische Meldung durchliest, bekommt das eine ganz andere Dimension:
As reported by Lebensmittel Zeitung, Metro Group-owned department store operator Kaufhof in Germany is due to start testing RFID tags in the menswear department of its outlet in Essen in September this year.

[...]

In addition, the RFID tags are to be used in in-store marketing, e.g. through the automated triggering of advertising spots inside changing rooms.
per Email
Und wenn man 'automated triggering of advertising spots' hat, möchte man natürlich wissen, ob und wie sich die Werbung auswirkt. Und natürlich auch, wer auf die Werbung anspricht. Die Kombination mit Kundendaten ist da wirklich nicht mehr weit entfernt ... wenn sie nicht sogar schon gemacht wird.

Da die oben genannte 'Lebensmittel Zeitung' leider recht geizig mit ihren Texten ist, gibt es hier nur den Teaser:
Kaufhof: Testet RFID bei Textilien
[IT + Logistik News: 19. Juli 2007]
Übersicht. Warenhausbetreiber setzt in Essener Filiale RFID ein. Herrenoberbekleidung mit Funk-Tags. Test der Kundenreaktionen und artikelgenauer Überblick über Bestände.

Lebensmittel Zeitung Meldungen
Das bestätigt ziemlich genau die englische Meldung.
Demnächst rennen mit RFID-Tags markierte Menschen durch Essen. Verfolgbar und nummeriert — und das alles Dank Metro und der ganzen RFID-Lobby.

Gut, dass es noch andere Klamottenshops gibt. :-D


Aber leider ist ausweichen keine Lösung des Problems, die RFID-Seuche wird sich immer weiter ausbreiten, wenn man nichts dagegen unternimmt.
Geschrieben von Carsten Biebricher in Technik um 16:17
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Dienstag, 3. Juli 2007

Paranoiker bekommen neues Futter

und diesmal von Kodak: essbare RFID-Chips

Diese SpyChips kann man sich nun auch schon über das Essen einfangen. Tabletten, Mensaessen, Erdbeerjoghurt, ... unendliche Möglichkeiten.

Link
Essbare RFID-Chips von Kodak
Geschrieben von Carsten Biebricher in EinfachSo um 10:21
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Sonntag, 18. März 2007

RFID: mit Zynismus verkaufts sich besser

Zum großen IT-happening, CeBIT, fehlt leider auch der RFID-Chip nicht . Zum Glück lässt das Interesse, zumindestens auf der CeBIT, an den kleinen Schnüffelchips nach.

Leider haben aber noch nicht alle den Knall gehört, und versuchen RFIDs an den Menschen zu bringen.
Die Fraunhofer-Institute haben auf der diesjährigen CeBIT besonders ihre Arbeiten zum Thema Ambient Intelligence herausgestellt. Die "intelligente Umgebung" ermögliche die unaufdringliche Unterstützung des Menschen an jedem Ort, zu jeder Zeit und in jeder Situation. Schwerpunkt seien dabei Projekte zu Assisted Living wie digitale Einkaufs- oder Reiseassistenten und vor allem der auch auf der CeBIT gezeigte digitale Gesundheitsassistent, der das selbstbestimmte Leben durch Überwachung von Risikopatienten länger möglich machen und gleichzeitig Kosten im Gesundheitswesen senken soll.

Technology Review "...RFIDs unter den Teppich kleben..."

Wenn man sich vorstellt, dass diese "unaufdringliche Unterstützung" im Grunde "Totale Überwachung" heisst, wird einem klar wohin es gehen soll.

Dann verwundert mich auch nicht, wie Dieter Rombach zu solch eine zynische Aussage kommt:
TR: Die Kosten für solch eine Überwachung sind aber wahrscheinlich nicht unerheblich?

Dieter Rombach: Die Frage ist, an wen verkauft man das? Verkauft man das an die ältere Person, oder an Sie, weil Sie ein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie Ihre Eltern nur dreimal im Jahr sehen. Die Ärzte sagen uns, dass es wahrscheinlich über diesen Weg leichter einführbar ist.

Technology Review "...RFIDs unter den Teppich kleben..."
Hey, die Söhne und Töchter haben ein schlechtes Gewissen, die kaufen bestimmt so ein RFID-Schrott.

Ist auch echt unangenehm, wenn der Vater oder die Mutter unerwartet vor der Türe steht. Altes Pack soll schließlich da bleiben wo es hingehört: im Altersheim.
Geschrieben von Carsten Biebricher in Technik um 00:51
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